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Empfänger
Um ein Modell Fernsteuern zu können brauchen wir einen Empfänger,
der die die Steuersignale empfängt, die wir mit der Fernsteuerung senden. Für Parkflyer benutzt man die Miniausführung von Empfängern. Gewichte ab 4g sind realisierbar. Wenn wir uns einen Empfänger kaufen möchten sollten wir neben dem Gewicht auf einige andere Dinge achten.
Das meiner Meinung nach wichtigste bei einem Empfänger ist die Reichweite. Hier sollte man keine
Kompromisse machen, Reichweiten > 800m sind ein Muss. Mindestens 4 Kanäle sollte der Empfänger auch haben. Pro Kanal kann der Empfänger eine Steuerbewegung umsetzen.
Beispiel:
Gas: 1. Kanal
Höhenruder: 2. Kanal
Seitenruder: 3. Kanal
Querruder: 4. Kanal
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Servos
Für einen Parkflyer benötigt man in der Regel 2-3 Servos. Für diejenigen die nicht wissen was ein Servo ist sei hier
erklärt: Um ein Modell mit der Fernsteuerung steuern zu können benötigt man neben dem Empfänger, der die Signale des Fernsteuersenders empfängt, kleine Rudermaschinen (Stellmotoren) die die Steuerbefehle dann in Bewegungen an den Rudern des Modells umsetzen. Für Parkflyer setzt man meist sehr kleine Servos ein zwischen 13g und 6g je Servo. Eins ist zur Steuerung der Höhenruders erforderlich, eins für das Seitenruder und eventuell noch eins für das Querruder.
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Regler (auch Steller
genannt)
Der Regler regelt die Drehzahl des Antriebsmotors und speist den Empfänger und die Servos mit Strom aus dem
Antriebsakku. Die Schaltung welche für die Stromversorgung
der Elektronik verantwortlich ist, nennt man BEC (Battery
Elimination Circuit).
Das BEC versorgt den Empfänger immer mit der richtigen
Spannung, egal ob 6 oder 20Zellen am Regler angeschlossen
werden. Zum Schutz vor Unterspannung schalten viele
BEC-Systeme den Antriebsmotor beim Unterschreiten einer
bestimmten Spannung ab, um die unbedingte Versorgung der
Steuerung mit Strom zu gewährleisten. Besser eine
Außenlandung ohne Motor als ein Absturz wegen
Steuerungsausfall! Daher empfiehlt es sich immer bei
Zeiten zu landen wenn der Motor bzw. der Akku schwächer
wird.
Der Regler wird wie ein Servo mit einem Kabel an den Empfänger gesteckt. Zusätzlich hat er aber noch zwei weitere Kabelpaare. Das eine wird an den
Flugakku und das andere an den Motor angeschlossen.
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Der Flugakku
In den letzten Jahren hat sich auf dem Akku-Sektor
immens viel getan. Noch vor 3-4 Jahren wurden die
NC-Zellen (Nickel Kadmium) von den NiMH-Zellen (Nickel
Metallhydrid) verdrängt. Inzwischen sind NC-Zellen ganz
verboten und NiMH-Akkus finden im Parkflyer- &
Helibereich immer weniger Anwendung. Stattdessen werden
Lipo-Zellen (Lithium-Polymer) eingesetzt. Anfangs hatten
Lipo-Akkus dieselben Probleme wie NiMH-Akkus: lange
Ladezeiten und geringe Stromabgabe. Das hat sich
glücklicherweise geändert. So gibt es bereits Lipo-Akkus
die weit über 80A Strom bei Dauerbelastung liefern
können. Die Ladezeit liegt zwar mit etwa einer Stunde
noch immer recht hoch, aber auch hier wird sich in
Zukunft sicher noch einiges ändern.
Ein moderner Lipoakku für Parkflyer und kleine Helis
besteht meist aus 2-3 Zellen. Jede Zelle hat eine
Spannung von 3,7V was bedeutet das 2 Zellen Lipos einem
6 Zeller NiMH entsprechen. Meistens fliegt man aber
sogar mit 3 Zellen, was eine Spannung von 11,1V ergibt.
Die höhere Spannung gepaart mit den hohen Strömen
beschert uns einen enormen Leistungszuwachs gegenüber
der früher verwendeten 8Zellen (9,6V) bei den NiMH / NC
Zellen, bei einem deutlich geringeren Gewicht.
Viele Lipoakkus können Dauerströme bis 20C (20fache der
Nennkapazität) abgeben. Das bedeutet bei einem 1200mAh
Akku das er 24A Dauerstrom abgeben kann. Das Gewicht
eines solchen Akkus entspricht in etwa dem eines 650mah
8Zellers NiMH. So hat man deutlich mehr Kapazität bei
höherer Spannungslage und geringerem Gewicht. Die
Ladetechnik ist bei den Lipos allerdings eine andere als
bei den anderen Zellen. Man benötigt hierfür spezielle
Lader. Doch auch diese Lader sind mittlerweile recht
günstig geworden und fast jedes neue Ladegerät
beherrscht dieses Verfahren. Auch die Handhabung der
Akkus hat sich geändert. Empfindlich reagieren die Akkus
auf Tiefentladung. Bei Tiefentladung wird der Akku
unweigerlich zerstört, daher haben die heutigen Regler
alle eine angepasste Abschaltung des Antriebsmotors wenn
die Schlussspannung von nicht unter 2,5V je Zelle
erreicht ist. Ansonsten sind die Akkus äußerst
pflegeleicht. Es ist vollkommen egal wann man den Akku
geladen hat, die Selbstentladung liegt gerade mal bei
ca. 2% pro Monat. Auch muss man den Akku nicht direkt
vor dem Fliegen laden und es gibt keinen Memory-Effekt.
Wenn der Akku nicht ganz leer geflogen wurde kann er
nach einer kurzen Ruhepause zum Abkühlen einfach wieder
aufgeladen werden. Die zeitaufwändigen Pflegevorgänge
„Entladen-Laden“ entfallen.
Man sollte peinlich genau darauf achten, dass die Akkus
mit dem geeigneten Programm geladen werden: zum Einen
kann der Akku dabei zerstört werden, zum Anderen kann es
dabei zu einer heftigen Stichflamme kommen, die auch mit
Wasser nicht zu löschen ist.
Wer aber einmal solche Akkus verwendet hat nimmt keine
anderen mehr.;)
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Der Antriebsmotor Der
klassische Antriebsmotor im Bereich des Elektrofluges wurde
in den letzten Jahren auch immer weiter verdrängt. Die guten
alten Bürstenmotoren werden immer weniger eingesetzt. Grund
hierfür sind die Brushless-Motoren oder auch kurz BL
genannt. Wie der Name schon sagt haben diese Motoren keine
„Bürsten“ (engl.: brushless = bürstenlos) mehr. Bürsten sind
die Kohlen und Schleifkontakte im Inneren des Motors, die
den Strom an den Kollektor weitergeben. Im klassischen
Bürstenmotor dreht sich die Kupferwicklung und der
Dauermagnet steht, beim BL-Motor ist das genau andersrum.
Bei den BLs handelt es sich um Drehstrommotoren mit drei
Fasen. Damit ein BL richtig anläuft reicht es nicht, einfach
Strom auf die Anschlüsse zu geben, sondern man braucht
„intelligente“ Regler, welche die Spulen der Kupferwicklung
reihum bestromen. So beginnt das Magnetfeld im Motor zu
rotieren und der Dauermagnet folgt. Je schneller sich das
Magnetfeld dreht desto höher wird die Drehzahl. Beim
herkömmlichen Bürstenmotor wird das Weiterschalten des
Magnetfeldes mechanisch durch den an den Schleifkontakten
drehenden Kollektor bewerkstelligt. Je mehr Strom der Motor
bekommt umso schneller läuft er. Der Vorteil des BL Motors
ist das deutlich geringere Gewicht bei deutlich höherem
Drehmoment. Ebenso ist der Wirkungsgrad deutlich höher, da
man keine Verluste durch Schleifkontakte mehr hat. Oftmals
kann dadurch ganz auf ein Getriebe verzichtet werden und man
spart nochmals Gewicht. Die Motoren sind nahezu
verschleißfrei und somit extrem langlebig. Anfangs waren BL
Motoren und Regler sehr teuer, was sich aber mittlerweile
relativiert hat. Zwar sind BL Motoren und Regler immer noch
teurer als ein Bürstenmotor, aber schon wenn man für den
Bürstenmotor noch ein Getriebe bräuchte ist der BL nicht
mehr teurer. Inzwischen gibt es sogar BL-Sets mit Motor und
Regler fast zum „Bürstenpreis“.
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Getriebe Für Parkflyer wird oftmals ein Getriebe eingesetzt, das ein optimales Verhältnis zwischen Schubleistung, Propellergröße und Drehzahl schafft.
Zum Beispiel kommt ein Jet ohne Getriebe aus, da er sehr schnell fliegt und somit einen hoch drehenden aber recht kleinen Propeller brauch, ein Helikopter hingegen ist nur über ein Getriebe in der Lage einen so großen
„Propeller“ (Rotor) zu drehen. Die Drehzahl des Hubschraubers ist allerdings auch um ein vielfaches geringer als die des Jets. Jet = ca. 12000 U/min, Hubi = ca. 1700 U/min. Für die langsamer fliegenden Parkflyer ist daher meistens ein Getriebe notwendig. Die für die 280er Klasse meist verwendeten
Getriebegrößen sind 1:4 bis 1:6, das am meisten eingesetzte Getriebe dürfte das 1:5er sein. 
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